Der mensch von morgen

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Ein evolutionärer Reisebericht

Die Evolution hat nach vielen Hunderttausenden von Jahren mit dem Homo sapiens die bisherige „Krone der Schöpfung“ hervorgebracht. Hat die biologische Evolution damit tatsächlich ihr Ende erreicht, wie es oft heißt? Die klassischen Selektionsmechanismen wirken nicht mehr, es überleben nicht mehr nur die, die sich am besten angepasst haben.

Die moderne Medizin lässt Menschen überleben, die es früher nicht bis zur Weitergabe des Erbguts geschafft hätten. Dennoch sind viele Wissenschaftler davon überzeugt, dass unsere biologische Evolution nicht zu Ende ist. Die weltweite Durchmischung des Genpools macht heute völlig neue Kombinationen möglich. Zudem sind Eingriffe in die Keimbahn möglich.

TV-Premiere: 29.07.2017

Dauer: 55 Minuten

Regie: Tom Theunissen

Ein zoologischer Blick auf die Menschheit

So passt sich inzwischen der Mensch nicht mehr der Umwelt an, sondern greift aktiv in sie ein und verändert sie in seinem Sinne. Damit bestimmt der Mensch seine genetische Zukunft womöglich bald selbst. Und dann gibt es da ja noch die künstliche Intelligenz, mit der sich Menschen der Zukunft zum Cyborg aufrüsten könnten. Der Grimme-Preisträger Tom Theunissen wirft in seiner Dokumentation einen zoologischen Blick auf seine Weggenossen.

„Aufgebaut ist der Film wie ein langer mäandernder Gedankengang. Jede Antwort führt zu neuen Fragen Theunissens, die er formuliert und die Experten meist leicht verständlich beantworten lässt."

Ist der Mensch der Zukunft gewachsen?

Auf der sehr persönlich gehaltenen evolutionären Reise besucht er Menschen, die sich Gedanken darum machen, wie es mit dem Menschen weitergeht in einer Welt, die sich rasant verändert. Dazu gehören Evolutionsbiologen, Paläoanthropologen, Kunsthistoriker und Informatiker. Sie stellen sich die Frage, ob der Mensch der Zukunft gewachsen ist, ob er sich sogar verändert, um nicht auszusterben, und wie der Mensch der Zukunft überhaupt aussehen wird.

Diese Dokumentation zeigt, wie man die entscheidenden Fragen über die Zukunft der Evolution sowohl mit dem nötigen Sinn für das Spielerische als auch dem nötigen Ernst stellen und die Vielschichtigkeit ihrer Antworten veranschaulichen kann.
„Als es um die Wehwehchen und ernsthafteren Leiden der Menschen geht, die eigentlich Evolutionshindernisse darstellen, erläutert der Autor seine Rot-Grün-Blindheit. „Wir sind und bleiben Mängelwesen“, sagt Theunissen."
„Es gibt interessante, aber nie spektakulär aufgemotzte Effekte und schöne Verfremdungen, die einem Zeit geben, das Gehörte und Gesehene noch einmal an sich vorbei ziehen zu lassen."

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