probono.tv - Fernsehproduktion GmbH
18.01.2010 BZ-Berlin: TV News
Pressespiegel Der Westen - Das Portal der WAZ Mediengruppe: "Hotel Inspektor - Retter in der Servicewüste" Reality-Shows und Casting-Wettbewerbe sind der Renner. Unter dem Motto "Retten Sie unser Hotel"unternimmt eine frischgebackene TV-Expertin einen Streifzug durch das deutsche Beherbergungsgewerbe.

"Man kann so manchen Ochsen zur Tränke führen, aber saufen muss er alleine", ist ihr Hauptmotto. Uta Felgner sprudelt vor Ideen, liebt persönliche Gespräche und hat schon viele Betriebe saniert. Ob Möbelfirma oder Grauguss-Fabrik. Geht nicht, gibt es für die Hotelmanagerin nicht, die als Seiteneinsteigerin zur Hotellerie gekommen ist. Sie hat die Deutsche Fußball-Nationalelf zur WM ins Schlosshotel Grunewald geholt und in vier Jahren gleich 48 Staatsgäste. Gegenwärtig managt sie das Grand Elysée in Hamburg und hat ganz nebenbei ein TV-Casting für sich entschieden. Die Kölner probono Fernsehproduktion hat die Sendung "Retten Sie unser Hotel!" entwickelt, die heute um 21 Uhr im NDR gezeigt wird und in Wolfshagen beginnt. Zwei weitere folgen an den kommenden Dienstagen jeweils um 21.15 Uhr.

Die frischgebackene TV-Hotel-Expertin bewegt sich vor der Kamera, als wenn sie nie etwas anderes getan hätte. Elegant und kompetent. Über ihre neue Karriere als Hotelretterin sagt Uta Felgner lächelnd: "Ich bin sicher nicht der große Zampano, der mit dem Finger schnippt und alles besser weiß. Aber: ich schaue genau hin, kann gut zuhören und muss als Managerin täglich Entscheidungen treffen. Das ist ja das Spannende an meinem Beruf." Die Rettung von drei Hotels steht nun auf ihrer Liste. Und damit drei Fälle, denen sie sich zunächst inkognito genähert hat, um ganz unvoreingenommen Eindrücke zu gewinnen. Ein Drehbuch gibt es nicht. Wenn Uta Felgner dann hochoffiziell - mit Kamera - kommt, bringt sie ihr Urteil und die Situation des Hotels schnell auf den Punkt. Erst dann denkt sie darüber nach, was man verbessern kann.

So unterschiedlich die drei Hotels und ihre Schwierigkeiten auch sein mögen, der Schlüssel zur Lösung liegt für die Hotelexpertin beim Gast. Denn dessen Sicht findet sie wichtig: "Wer soll kommen und warum soll er das tun? Essen, Trinken und Schlafen kann ich überall. Gäste kommen, wenn die Mitarbeiter dem Haus eine besondere Note geben. Sie müssen echt sein und Freude an der Dienstleistung haben. Das merkt jeder Besucher sofort."

Und die Mängel? Häufig ist es eine Kombination aus Betriebsblindheit und Resignation. In Deutschland gibt es viele Häuser, die in Not sind. "Und das genau müsste vielleicht gar nicht sein", so ihre Erkenntnis. Oft geht es um Nachlässigkeiten, die jedem Gast sofort ins Auge springen. Nur die Beteiligten merken es nicht mehr. Am Anfang steht deshalb meist die schonungslose Bestandsaufnahme und die Besinnung auf verschüttete Qualitäten. Erst dann spricht Uta Felgner über das zukünftige Marketing. Wo neue Gäste herkommen? Und warum so viele weggeblieben sind?

Die drei Häuser im Harz, auf Fehmarn und im Weserbergland sind sehr unterschiedlich. Alle erhalten aber von Uta Felgner dieselbe Botschaft: Nicht über die Fehler der Vergangenheit zu weinen, sondern die guten Seiten des jeweiligen Hauses zu betonen. Immer preiswerter zu werden, ist aus ihrer Sicht keine Lösung. Denn man kann sich auch zu Tode sparen: "Jeder Gast ist bereit, für eine stimmige Leistung zu bezahlen. Marketing ist aber noch viel mehr. Ob ein Servicemitarbeiter gerne den Tee bringt oder nicht. Wie ich lächle, wenn ich einen schönen Tag wünsche. Die Servicekerze muss wieder brennen. Das hilft. Ich muss an meine Visionen glauben. Veränderungen tun da gut. Nicht nur mit Pinsel und Farbe, sondern in mir drinnen."

Erkenntnisse, die hart sind, aber eine Hilfe zur Selbsthilfe in Gang setzen. Uta Felgner präsentiert keine Lösungen. Darauf sollen die Hoteleigner und ihre Angestellten schon selbst kommen. Sie gibt nur Anstöße. Lauter Dinge, die ein Haus attraktiver machen. Ob mit Umbauten, neuen Kooperationen, Parkgestaltung, oder Angelwettbewerben - Ideen hat sie wahrlich genug. Und Hoffnung auf Erfolg. "Denn alle drei Häuser haben ohne Zweifel gute Chancen", so die TV-Hotelexpertin.
Retten Sie unser Hotel!